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Zwischenzeit (Fatrah) bezeichnet im Allgemeinen eine
Unterbrechung, Ruhephase, Pause oder einen Zeitraum zwischen
zwei Ereignissen.
Es geht dabei ursprünglich um das Nachlassen oder
zeitweilige Aussetzen einer Tätigkeit. Im
Islam bezeichnet al-Fatrah
insbesondere eine Zeit, in der kein neuer
Gesandter [rasul] auftritt
oder die fortlaufende Sendung von
Gesandten [rasul] zeitweilig unterbrochen ist.
Der Bezug im Heiligenr Quran
ist 5:19:
عَلَىٰ فَتْرَةٍ مِنَ
الرُّسُلِ
„nach einer Zwischenzeit ohne Gesandte“
oder sinngemäß: „nach einer Unterbrechung in der Abfolge
der Gesandten“.
Der Ausdruck wird traditionell vor allem auf die Zeit
zwischen Jesus (a.) und
Muhammad (s.) bezogen. Gemeint
ist, dass während dieses Zeitraums kein neuer
Gesandten [rasul] mit einer
neuen öffentlichen Sendung auftrat.
Davon abgeleitet ist der Ausdruck „Ahl al-Fatrah“ [أَهْلُ
الْفَتْرَة], also „die Leute der Zwischenzeit“. Damit
bezeichnet man in der islamischen Theologie Menschen, die in
einer Zeit oder an einem Ort lebten, an dem sie keine
zuverlässige propheische
Botschaft erreichte oder nur in stark entstellter Form. Die
Frage ihrer religiösen Verantwortlichkeit wird in den
theologischen Schulen unterschiedlich beantwortet.
In Überlieferungen
[hadith] kann Fatrah außerdem die zeitweilige
„Unterbrechung der Offenbarung
[wahy]“ oder „Offenbarungspause“ bezeichnen: Fatrat
al-Wahy [فَتْرَةُ الْوَحْي]

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