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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Wort-Derivat-Variationen sind eines
der
Stilelemente des Heiligen Quran, um bestimmte Bedeutungen eines Begriffs in
unterschiedlicher Wertung herauszuarbeiten und unter Umständen
zu betonen.
Dadurch, dass der Leser des
Heiligen Qurans den scheinbar selben Begriff in verschiedenen
Versen
in verschiedenen Wort-Derivat-Variationen wieder findet,
kann er auf die unterschiedlichen Bedeutungsebenen schließen.
Als Paradebeispiel für dieses Stilelement gilt die Wortwurzel
des Begriffs „Gesandter“ [rasul].
In dem berühmten Anfangsteil der
Sure
Ya Sin
heißt es in
Vers
36:3 in gängigen deutschen Übersetzungen:
„Wahrlich, du bist einer der Gesandten.“
Tatsächlich aber wird hier nicht die Mehrzahlform
des Begriffs „Gesandter“ [rasul], also „Gesandte“ [rusul]
verwendet, wie z.B. in
Vers
39:71, sondern das Wort Derivat „Gesendete“ [mursalin].
Während der Gesandte in der Regel ein Mensch ist, kann das
Gesendete sowohl ein Mensch, als auch z.B. ein Buch sein. Das
ist an dieser Stelle von großer Bedeutung, da sowohl der zuvor
erwähnte
Prophet Muhammad (s.) (in Form von
Ya Sin)
als auch der
Heilige Quran verwendet werden. Wort-Derivat-Variationen
werden in den meisten
Quran-Übersetzungen ins Deutsche nicht hinreichend
berücksichtigt.