.Bücher
von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.
Tschehel Setun ist ein Palast in der Mitte eines wunderschön
angelegten Parks im Zentrum von
Isfahan, der von Schah
Abbas II. aufgebaut wurde als
Vergnügungspark für sich und seinen Hof. Gleichzeitig wurden
hier Staatsgäste empfangen.
Der Name des Palastes „Vierzig
Säulen“ entstammt den zwanzig hölzernen Säulen im
Eingangsbereich des Pavillons, die sich im Wasser des vorgelagerten Pools gespiegelt verdoppelten.
Damit kommt auch die spirituellen Bedeutung von
vierzig Tagen zum Ausdruck. Der Palast gilt als einer der
bedeutendsten höfischen Pavillons der
Safawiden im
Iran und gehört heute zum UNESCO-Welterbe der persischen
Gartenanlagen.
Baubeginn war unter Schah
Abbas I. (frühes 17. Jh. n.Chr.). Der Bau wurde erweitert
unter Schah
Abbas II. um etwa 1647 n.Chr. und fertiggestellt. Der Bau
gilt als ein typischer Pavillon der
Safawiden mit offener Hofarchitektur. mit offener
Hofarchitektur. Der Hauptsaal diente als Empfangspalast und
Bühne für höfische Feste und Zeremonien.
Der Palast selbst ist ein Kunstwerk mit zahllosen Fresken
und
Kalligraphien an den Wänden. Diese zeigen historische
Szenen, Bankette der Safawidenherrscher, diplomatische
Empfänge, höfische Festlichkeiten und Schlachten. Besonders
berühmt sind Darstellungen von der
Schlacht von Chaldiran. Die Gemälde verbinden persische
Miniaturmalerei mit monumentaler Wandkunst.
Der Palast liegt in einem klassischen persischen Garten (Tschahar
Bagh) mit axialen Wasserkanälen , symmetrischen Wegen und
alten Bäumen. Der Palast gilt als
Sehenswürdigkeit
Isfahans. Der Palast ist Teil des Welterbes: „Persian
Gardens“ (UNESCO, 2011).
Seit dem 20 Jh. wird der Palast als Museum genutzt und
beinhaltet u.a. sehr wertvolle Handschriften des Islam
einschließlich einiger Originalhandschriften der
Imame
und das
Abkommen zwischen Imam Ali (a.) und Christen.
Kurz nach
der
Islamischen Revolution publizierte in der
Islamischen Republik Iran ein Verlag mit dem Tschehel Setun
auch einige Bücher über
Islam
in Deutsch, hat aber dann den Vertrieb eingestellt.
Am 10.
März 2026 bombardierten die USA und Israel das historische von
der UNESCO geschützte Kulturgebäude im Rahmen des
Angriffskrieges gegen die
Islamische Republik Iran. Da keinerlei Bezug zum Militär
besteht, wurde im
Iran die Behauptung verbreitet, dass das kulturelle des
Landes zerstört werden solle. Tags darauf bildeten die
Museumsmitarbeiter eine Menschenkette um das Gebäude als
Symbol für die Bereitschaft zum Schutz.
In
Qazwin
steht der Namensvetter
Tschehel Setun in Qazwin.