.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Maukib ist unter anderem die Bezeichnung von
Versorgungsstationen für
Karawanen.
Der Begriff wird vor allem im
Irak
verwendet und beschreibt eine meist überdachte
Versorgungsstation, die auch ein Zelt sein kann. Auch
irakische Vereine verwenden diesen Namen als Teil des
Vereinsnamens.
Bekannt wurde der Begriff vor allem durch den
Fußmarsch Nadschaf Kerbela, denn die gesamte nahezu 80 km
lange Strecke ist umrandet von zahllosen Maukibs (Mawakib) aus
allen Ländern, vor allem aus dem
Irak
und am zweithäufigsten aus der
Islamischen Republik Iran.
Sie versorgen die Pilger mit Flüssigkeit, Lebensmitteln und
bieten eine einfache zumeist gekühlte Schlafstätte sowie
Sanitäreinrichtungen. Die Versorgung der Pilger
erfolgt kostenfrei und wird von Spendern finanziert. Manche
sitzen am Straßenrand, um den müden Wanderern die Füße zu
massieren oder besprühen die Pilger mit kühlendem Wasser in
der Hitze der Wüste. Andere verteilen Getränke usw. Es gibt
Stationen zur Reparatur von Schuhen und Rucksäcken sowie
medizinische Stationen. Jeder der Anwohner
der Strecke empfindet es als besondere Ehre die Pilger
versorgen zu dürfen und erhofft sich einen Teil am Segen des
Pilgerns zu
Imam Husain
(a.). Manche Versorgungsstationen sind sehr aufwendig als
Moschee gestaltet.
Ab 2018 n.Chr. empfing
Imam
Sayyid Ali Chamenei die Betreiber der Maukibs an der
Fußmarschstrecke im Vorfeld des
Fußmarsch Nadschaf Kerbela, um sie zu ehren und ihnen zu
danken für ihren Einsatz.
Zu den ungewöhnlichen Maukibs gehören
Massage-Maukibs. Um einen bestimmten Maukib aufsuchen zu
können, werden in der Regel die dazugehörigen
Wegemarker angegeben.

Maukib beim
Fußmarsch Nadschaf Kerbela