Debatte
Debatte Imram al-Sabis mit Imam Ridha (a.)

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Im Folgenden wird der Wortlaut der Debatte zwischen Imran al-Sabi (der Sabäer) und Imam Ali Ridha (a.) wiedergegeben. Zu den Hintergründen siehe: Imran al-Sabi.

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Wenn es unter euch jemanden gibt, der zum Islam in Gegnerschaft steht und (mich etwas) fragen möchte, so soll er ohne Scham fragen.“

Imran al-Sabi, einer der Theologen, erhob sich und sagte: „O Gelehrter der Menschen, wenn du mich nicht aufgefordert hättest, dir Fragen zu stellen, würde ich dich nicht von mir aus fragen. Ich war in Kufa, Basra, Damaskus und Dschazira und habe (dort ) die Theologen getroffen, doch mir ist niemand begegnet, (der hinreichend erläutern konnte) dass (Allah) Einzig ist und niemand sonst Seine Einheit beansprucht. Gestattest du mir, dich zu fragen?“

Imam Ali Ridha (a.) antwortete: „Wenn es in dieser Versammlung jemanden namens Imran al-Sabi (den Sabäer) gibt, bist du dieser?“

Er (Imran) sagte: „Das bin ich.“

„Frage, Imran“, erwiderte Imam Ali Ridha (a.), „doch du musst gerecht sein und hüte dich vor unsinnigem Geschwätz und Ungerechtigkeit.“

Er (Imran) sagte: „Bei Allah, mein Meister, ich möchte nichts anderes, als dass du mir etwas beweist, an das ich mich halten kann und nicht davon abweiche.“

Er (Imam Ali Ridha (a.)) sagte: „Frage, was dir in den Sinn kommt.“

Die Leute drängten sich dicht aneinander (um zuzuhören).

Imran al-Sabi fragte: „Erzähle mir über das erste Wesen und woraus es erschaffen wurde.“

Imam Ali Ridha (a.) antwortete: „Du hast gefragt, und so verstehe, dass das, was den Einen betrifft, so war er immer die einzigartige Existenz, das nichts bei Sich, keine Grenzen hat noch irgendwelcher zufälligen Eigenschaften, und Er ist immer so. Dann erschuf Er neuartige Schöpfung mit verschiedenen zufälligen Eigenschaften, verschiedenen Grenzen. Nicht durch etwas, das Er eingesetzt hat, nicht in einer Sache, die Er begrenzt hat, noch in einer Sache, die Er nachgeahmt und ähnlich gemacht hat. Er errichtete danach die Schöpfung in Klarheit und Unklarheit, in Unterschied und in Eintracht, (unterschiedlich) in Farben, Typ und Geschmack. Nicht weil Er derer bedarf, noch weil Er allein durch sie eine vorzügliche Stellung bekäme, die Er nur durch sie erreichen konnte. Ich sehe darin für Ihn selbst in dem, was Er erschaffen hat, weder Mehrung noch Minderung. Verstehst du das, o Imran?“

Er sagte: „Bei Allah, ja mein Meister.“

Er (Imam Ali Ridha (a.)) fuhr fort: „So wisse, o Imran, dass wenn Er das, was Er erschaffen hat, aus einem Bedürfnis heraus erschaffen hätte, hätte Er nur etwas erschaffen, was Ihm bei Seinem Bedürfnis geholfen hätte, und dann hätte Er ein Vielfaches von dem erschaffen, was Er erschaffen hat. Denn je zahlreicher Seine Helfer dann wären, desto stärker würde dann ihr Besitzer sein. Doch was (jegliches) Bedürfnis angeht, so wäre es unmöglich, ihm nachzukommen, denn in der Schöpfung würde nichts passieren, ohne dass ein neues Bedürfnis entstünde. Und deswegen sage ich, dass Er die Schöpfung nicht aus einem Bedürfnis heraus erschaffen hat, jedoch können wir sagen, dass die Geschöpfe einander bedürfen , dass Er die einen gegenüber den anderen bevorzugt hat, ohne auf diesen Vorzug angewiesen zu sein, und nicht aus Bestrafung für diejenigen, die Er demütig gemacht hat, und dafür hat Er sie erschaffen.“

Imran fragte: „Mein Meister, war die Existenz (Allah) Sich Selber in Sich bekannt?“

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Der Erwerb des Wissens über eine Sache erhält man nur durch Negierung ihres Gegenteils, so dass die Sache selber durch das existiert, was negiert wird. Wenn dort nichts da war, was zu ihm im Gegensatz stand, ruft das das Bedürfnis danach hervor, jene Sache an sich zu negieren durch die Definition dessen, was darüber bekannt ist. Hast du das verstanden, Imran?“

„Ja, bei Allah, mein Meister. So erzähle mir , wodurch hat Er das Wissen erlangt über das, was Er weiß. Durch Bewusstsein oder durch etwas anderes?“

Imam Ali Ridha (a.) antwortete: „Wenn du findest, dass Er das Wissen durch Bewusstsein erlangt hat, würde Er einen Ausweg finden, für dieses Bewusstsein keine Grenze zu errichten, bei der die Erkenntnis endet?“

Imran erwiderte: „Dafür gibt es keinen Ausweg.“

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Was ist jenes Bewusstsein?“

Imran schwieg und fand keine Antwort darauf.

Imam Ali Ridha (a.) fuhr fort: „Ist es in Ordnung, dass wenn ich dich nach dem Bewusstsein selbst frage, du es dann durch ein anderes Bewusstsein definierst? Wenn du das bejahst, dann hast du deine (vorige) Rede und deine Behauptung ad absurdum geführt, Imran. Solltest du nicht wissen, Imran, dass der Eine nicht durch Bewusstsein beschrieben werden kann, und dass man nicht sagen kann, dass Er mehr als Tat, Werk und Produzieren hat. Man kann sich nicht vorstellen, dass Er Denkrichtungen und Entgeltungen hat wie die der Geschöpfe. Verinnerliche das und korrigiere (deinen Glauben) damit (mit dem Wissen), das du erfahren hast.“

Imran sagte: „O mein Meister, möchtest die Grenzen Seiner Schöpfung mitteilen, wie sie sind, was sie bedeuten, und wie viele Arten es davon gibt?“

Er (Imam Ali Ridha (a.)) sagte: „Da du gefragt hast, so wisse, dass die Grenzen Seiner Schöpfung von sechserlei Arten sind: Das, was berührt, gewogen und angesehen werden kann, (dann) das, was keinen Geschmack besitzt – und das ist der Geist – und dazu gehören: Das, was gesehen werden, jedoch kein Gewicht, Tastsinn, kein Gefühl, keine Farbe und keinen Geschmack hat, noch Zumessung, zufällige Eigenschaften, Gestalten, Länge und Breite. Darunter sind die Handlung, die Bewegungen, die die Dinge produzieren, in Existenz bringen und sie von einem Zustand in den anderen versetzen, sie vermehren und vermindern. Was die Handlungen und die Bewegungen betrifft, so setzen sie sich (sofort) in Gang, denn sie haben nicht mehr Zeit, als ihnen zugemessen wurde und sie benötigen. Wenn dann (die Handlung) mit einer Sache fertig ist, setzt es sich in Bewegung, während die Wirkung (davon) bleibt. Das Wort nimmt den gleichen Verlauf, es geht, und seine Wirkung bleibt.“

Imran fragte: „O mein Meister, willst du mir nicht vom Schöpfer erzählen? Wenn Er Einer ist, gibt es nichts außer Ihm, und nichts mit Ihm (zusammen)? Hat Er sich nicht durch Seine Erschaffung der Schöpfung verändert?“

Imam Ali Ridha (a.) sagte zu ihm: „Er ist von alt her da gewesen, und Er, ehrenvoll und majestätisch ist Er, verändert Sich nicht durch Seine Erschaffung der Schöpfung, jedoch die Schöpfung verändert sich dadurch, dass Er sie verändert.“

Imran sagte: „O mein Meister, wodurch haben wir Ihn erkannt?“

Der Imam sagte: „Durch anderes als Ihn.“

Imran fragte: „O mein Meister, und welches Ding ist anders als Er?“

Imam Ali Ridha (a.) antwortete: „Sein Wille, Sein Name, Sein Attribut und Ähnliches. All das ist neu hervorgebracht, erschaffen und gelenkt.“

Imran fragte: „O mein Meister, so welches Ding ist Er?“

Er (der Imam) erwiderte: „Er ist Licht, in dem Sinne, dass Er Seine Schöpfung von den Himmelsbewohnern und den Erdbewohnern leitet. Du hast kein Recht gegen mich, außer dass ich Seine Einheit bekenne.“

Imran sagte: „Mein Meister, hat Er nicht geschwiegen vor der (Erschaffung) der Geschöpfe, und hat dann gesprochen?“

Imam Ali Ridha (a.) erwiderte: „Das Schweigen existiert durch nichts anderes als durch das Sprechen vor ihm. Ein Bespiel dafür ist, dass man über die Kerze nicht sagt, dass sie schweigt und nicht spricht, und man sagt auch nicht, dass die Kerze (an sich) leuchtet, in dem, was sie für uns bezweckt, weil das Licht kommt von der Kerze, nicht von einer Tat von ihr aus und keiner (eigenständigen) Existenz. Vielmehr ist sie nichts anderes als das (Licht). Wenn sie für uns erleuchtet wird, sagen wir: „Sie hat für uns geleuchtet, damit dadurch Erleuchtung suchen.“ Dadurch kannst du Einsicht erhalten.“

Imran fragte: „Mein Meister, so dass, was ich weiß ist, dass die Existenz sich in ihrem Zustand durch Seine Handlung verändert durch Sein Erschaffen Seiner Schöpfung.“

Imam Ali Ridha (a.) sagte : „Hältst du es für zulässig, Imran, dass du sagst: „Die Existenz verändert sich in Erscheinung, bis sie ihr eigenes Wesen mit dem trifft, was sie verändert?“ Imran, findest du, dass das Feuer sein eigenes Wesen verändert? Oder findest du, dass die Hitze sich selbst verbrennt? Hast du jemals jemanden gesehen, der seine eigenen Sehsinn sieht?“

Imran sagte: „Dies habe ich nicht gesehen, außer, du sagst es mir, o mein Meister. Ist Er (Allah) in Seiner Schöpfung drin? Oder die Schöpfung in Ihm?“

Imam Ali Ridha (a.) antwortete: „Gewiss, Imran, Er ist nicht in Seiner Schöpfung, noch ist die Schöpfung in Ihm. Er ist über (all) das erhaben, und dein Wissen, was du weißt, ist übel, und es gibt keine Kraft außer durch Allah. Sag mir, was mit dem Spiegel ist. Bist du in ihm drin, oder er in dir? Wenn keines von beidem (jeweils) in dem anderen ist, wodurch zeigst du dich dann selbst (dein Spiegelbild), Imran?“

Er (Imran) sagte: „Durch das Licht zwischen mit und ihm (dem Spiegel).“

Imam Ali Ridha (a.) fragte: „Siehst du mehr von jenem Licht im Spiegel, als das, was du mit deinen Augen siehst?“

„Ja“, erwiderte Imran.

„Lass es uns sehen“, sagte Imam Ali Ridha (a.).

Imran gab keine Antwort.

Er (Imam Ali Ridha (a.)) sagte: „Ich sehe das Licht nicht, außer dass es jeweils auf dich und auf den Spiegel gezeigt hat und so euch einander gezeigt hat, ohne dass es in einem von euch beiden enthalten ist. Es gibt viele solcher Beispiele außer diesem, zu dem der Unwissende nichts sagen kann, und das höchste Gleichnis gehört Allah“. (Heiliger Quran, 16:60)

Dann wandte er (Imam Ali Ridha (a.)) sich an Mamun und sagte:

„(Die Zeit für) das Gebet ist da.“

Imran sagte: „O mein Meister, unterbrich meine Fragen nicht, denn mein Herz ist dir zugetan.“

Imam Ali Ridha (a.) erwiderte: „Lasst uns beten, dann kommen wir wieder.“

Er (Imam Ali Ridha (a.)) erhob sich, und ebenso Mamun, und Imam Ali Ridha (a.) betete drinnen. (Später) kehrte Imam Ali Ridha (a.) zurück zu seiner Versammlung und rief Imran und sagte: „Frage (mich), o Imran.“

Dieser sagte: „O mein Meister, möchtest du mir nicht etwas erzählen über Allah, mächtig und majestätisch ist Er, erklärt Er Sich als Einzig aufgrund Seiner Realität, oder durch Beschreibung?“

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Wahrlich, Allah ist der Initiierende, der Eine, die erste Existenz. Er war immer Einer, nichts ist mit Ihm zusammen, er ist Einzeln, und nichts zweites ist bei Ihm. Er ist nicht bekannt, und nicht unbekannt, weder klar noch mehrdeutig, nicht erinnert noch vergessen. Er ist kein Ding, auf das der Name irgendeiner anderen Sache außer Ihm zutrifft, Er existierte nicht von einer Zeit an, noch gibt es eine Zeit, bis zu der Er sein wird. Es gibt keine Sache, mit der Er steht, noch eine, mit der Er bestehen bleibt, nichts, auf das Er Sich stützt, noch etwas, in dem Er Sich eingerichtet hat. All das war vor der Schöpfung, als nichts außer Ihm existierte. Das, was du Ihm da zugeschrieben hast, so sind das Eigenschaften, die (später) erschienen, eine Interpretation, die derjenige versteht, der verstanden hat.

Wisse, dass die Neuerschaffung, der Wille und das Bezwecken Allahs die gleiche Bedeutung haben, aber drei Namen. Das Erste war Seine Neuerschaffung, Seine Bezweckung und Sein Wille der Charakter, die Trennung jeglichen Dinges von einem Namen, wie Wahr und Falsch oder Tat und Getanes oder eine Bedeutung oder eine andere. Alle Angelegenheiten sind in diesen vereinigt.

Er hat den Charaktere in deren Neuerschaffung keine andere Bedeutung zuerkannt als sie selbst, Sie enden und haben keine (eigene) Existenz, denn sie wurden durch die Neuerschaffung konstruiert. Das Licht an diesem Platz, das das „Licht der Himmel und der Erde“ ist, ist die erste Handlung Allahs .

Was die Buchstaben angeht, so sind sie das Getane jener Tat, und es sind die Buchstaben, um die sich die Achse der Worte dreht. Und die gottesdienstlichen Handlungen sind alle von Allah, dem Mächtigen und Gewaltigen. Er lehrte sie Seiner Schöpfung, und es sind dreiunddreißig Buchstaben. Achtundzwanzig davon, die die auf die arabische Sprache hinweisen. Von (diesen) achtundzwanzig Buchstaben weisen zweiundzwanzig Buchstaben auf Syriani und die hebräische Sprache hin, und von den zweiundzwanzig Buchstaben wurden fünf verändert in die übrigen Sprachen der Nicht-Araber in den (verschiedenen) Regionen und alle anderen Sprachen, und es sind fünf Buchstaben abgeleitet von den achtundzwanzig Buchstaben, so wurden sie dreiunddreißig Buchstaben. Was diese fünf unterschiedlichen Buchstaben angeht, so ist es nicht gestattet, sie öfter zu erwähnen als wir erwähnt haben. Dann machte Er die Buchstaben, nachdem Er sie aufgezählt und ihre Anzahl festgelegt hatte, als eine Handlung wie Seine Rede, mächtig und gewaltig ist Er: „Sei“, und es ist, und das Machen sei von ihm´, und das dadurch Hergestellte, so war es die erste Schöpfung von Allah, mächtig und gewaltig ist Er. Die Neuerschaffung, die weder Gewicht, noch Bewegung, Gehör, Farbe noch Sinne hat. Und die zweite Schöpfung sind die Buchstaben, die weder Gewicht noch Farbe besitzen. Sie werden gehört und beschrieben, ohne dass sie angeschaut werden können. Die dritte Schöpfung, so sind das alle Arten dessen, was gefühlt und berührt werden kann, die Geschmack haben und die gesehen werden.

Allah, gesegnet und erhaben ist Er, war vor der Neuerschaffung, da nichts vor Ihm war, dem Mächtigen und Gewaltigen, noch mit ihm. Die Neuerschaffung ging den Buchstaben voraus, und die Buchstaben zeigen auf nichts anderes als auf sich selber.“

Mamun fragte: „Wie kann es sein, dass sie (die Buchstaben) auf nichts anderes als auf sich selber zeigen?“

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Weil Allah, gesegnet und erhaben ist Er, nichts von ihnen gesammelt hat für eine andere Bedeutung. Sobald Er aus ihnen Buchstaben gebildet hat, vier fünf, sechs oder mehr oder weniger als das, war das für eine (bestimmte) Bedeutung, und es war für nichts anderes als für eine neu hervorgebrachte Bedeutung, und es gab nichts vor diesem (neu Hervorgebrachten).“

Imran sagte: „Und wie können wir das erkennen?“

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Was die Erkenntnis angeht, so orientier dich daran: Die Erklärung dafür ist, dass du die Buchstaben erwähnst, wenn du damit nichts anderes willst als sie selbst, dann nennst du sie jeden einzeln (Alif, Ba, Tha, Dschim, Ha, Cha….), bis du zu dem letzten kommst, während du keine andere Bedeutung findest als sie selbst. Doch sobald du sie gebildet und daraus (mehrere) Buchstaben gesammelt und daraus einen Namen gemacht hast mit seiner Beschreibung für eine (gewisse) Bedeutung, hast du nicht nach dem gestrebt, was du gemeint hast. Sie (die Buchstaben) waren deren (der Bedeutung) Hinweise und Aufrufende zu dem von ihnen Beschriebenen. Hast du das verstanden?“

„Ja“, sagte Imran.

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Wisse, dass es keine Eigenschaft ohne das (dadurch) Beschriebene gibt, und keinen Namen ohne Bedeutung, und keine Grenze ohne das Begrenzte. All die Eigenschaften und Namen weisen auf die Vollkommenheit und und die Existenz hin, und nicht auf die Kontur wie Quadrat, Dreieck und Sechseck, denn die Wahrnehmung und Erkenntnis Allahs, des Mächtigen und Gewaltigen, erfolgt nicht durch Eigenschaften und Namen, und Er kann auch nicht durch Begrenzungen wahrgenommen werden wie Länge, Breite, geringer und großer Menge, Farbe, Gewicht und ähnliches. Allah und die Heiligung inkarnieren sich in keinem dieser Dinge, bis Seine Geschöpfe Ihn durch sich selbst erkennen aufgrund der Notwendigkeit, die wir bereits erwähnt haben, jedoch weisen sie auf Allah, den Mächtigen, Gewaltigen durch Seine Eigenschaften, und Er wird durch Seine Namen wahrgenommen. Die Wahrheit zeigt sich durch Seine Schöpfung, und es ist dafür nicht notwendig, dass der Suchende sich auf Seh- und Hörsinn bezieht, auf das Tasten der Handfläche oder das Fassungsvermögen mit dem Herzen.

Wenn Seine Eigenschaften, gewaltig ist Sein Lob, nicht auf Ihn hinweisen und nicht zu Ihm aufrufen würden, und wenn das Wissen der Geschöpfe nicht Sein Wesen wahrnehmen würde, würde die Verehrung der Geschöpfe Seinen Namen und Eigenschaften gelten, nicht aber Seinem Wesen.

Wenn es so wäre, dann wäre der Eine, Angebetete jemand anderer als Allah, weil Seine Eigenschaften und Namen etwas anderes sind als Er. Hast du das verstanden?“

„Ja, mein Meister, erzähle mir mehr“, antwortete Imran.

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Hüte dich vor dem, was die Unwissenden und die Leute der Blindheit und des Irrtums sagen, die behaupten, dass Allah, (gewaltig und heilig ist Er) im Jenseits existiert, um über Belohnung und Bestrafung abzurechnen, aber im Diesseits nicht existent wäre, für Gehorsam und Hoffnung.

Wenn die Existenz Allahs, mächtig und gewaltig ist Er, Mangel und Schaden leiden würde, würde Er im Jenseits gar nicht existieren. Aber die Leute sind abgeirrt, waren blind und taub vor der Wahrheit, dort, wo sie keine Kenntnis haben. Sein Wort (mächtig und gewaltig ist Er): „Und wer in dieser (Welt) blind ist, ist (auch) im Jenseits blind und vom Wege abgeirrt. (Heiliger Quran, 17:72). Das heißt, blind vor den existierenden Wahrheiten. Leute des Intellekts haben bereits erfahren, dass die Schlussfolgerung auf das, was sich dort (im Jenseits) existiert, durch nichts anderes erfolgt als durch das, was hier (im Diesseits) existiert.

Derjenige, der das Wissen darüber durch seine eigene Meinung erhält und Seine Existenz durch sein eigenes Selbst sucht und wahrnimmt ohne irgend etwas anderes, der hat nur seine Ferne davon gesteigert, denn Allah, mächtig und gewaltig ist Er, hat das Wissen darüber speziell den Leuten vorbehalten, die Verstand haben, wissen und verstehen.“

Imran sagte: „Mein Meister, möchtest du mir nicht etwas von dem Anfang erzählen? Ist das Schöpfung oder anderes als Schöpfung?“

Imam Ali Ridha (a.) antwortete: „Die Schöpfung ist vielmehr bewegungslos und wird nicht wahrgenommen durch Bewegungslosigkeit, und sie ist nur zur Schöpfung geworden, da sie etwas neu Hervorgebrachtes ist. Es ist Allah der Erhabene, Der sie neu hervorgebracht hat, so wurde es zu Seiner Schöpfung, und es ist allein Allah, mächtig und gewaltig ist Er, Der sie erschaffen hat, und es gibt keinen Dritten zwischen beiden (Schöpfer und Schöpfung), und (auch) keinen Dritten außer ihnen beiden. Was Allah, mächtig und gewaltig ist Er, erschaffen hat, ist nichts anderes als Seine Schöpfung, und die Schöpfung ist bewegungslos, in Bewegung, unterschiedlich, harmonisch, bekannt und mehrdeutig, und alles Begrenzte ist die Schöpfung Allahs, mächtig und gewaltig ist Er.

Und wisse, dass alles, was die Sinne dich haben erfahren lassen, hat eine Bedeutung, die durch die Sinne erfahren werden, und jeder Sinn zeigt das, was Allah durch seine Wahrnehmung erfahrbar gemacht hat, und das Verständnis all dessen erfolgt durch das Herz.

Und wisse, dass es der Eine ist, Der tätig wird ohne Bemessung, und das, was Er erschaffen hat, von zweierlei Schöpfung ist: Die Bemessung und das Bemessene, und keins der beiden besitzt Farbe, Gewicht noch Geschmack. Er ließ eines durch das andere wahrnehmen, und Er ließ sie sich wahrnehmen durch sich selber. Er erschuf keine Sache einzeln, das mit sich selber steht ohne etwas anderes, von dem Er will, dass es ein Hinweis auf Ihn selbst ist und ein Beweis für Seine Existenz, und so ist Allah (gesegnet und erhaben ist Er) für Sich allein stehend, es gibt keinen zweiten bei Ihm, mit dem Er aufrecht steht, der Ihn unterstützt, das Ihn verbirgt. Die Geschöpfe halten sich aneinander durch die Erlaubnis und Willen Allahs des Erlaubnis.

Die Menschen unterscheiden sich in diesem Thema, bis dass sie abirrten, verwirrt wurden und die Erlösung von der Finsternis suchten mit der Finsternis des Beschreibens Allahs des Erhabenen mit ihren eigenen Eigenschaften, und so entfernten sich sich immer weiter von der Wahrheit. Wenn sie Allah, mächtig und gewaltig ist Er, den Erhabenen mit Seinen Eigenschaften beschreiben würden und Seine Geschöpfe mit ihren Eigenschaften, würden sie mit Verständnis und sicherer Gewissheit sprechen. Doch wenn sie zu verschiedenen Meinungen kommen und das suchen würden, worin sie verwirrt sind, würden sie (einen Fehler) begehen. Und Allah leitet, wen Er will, auf den zielgerichteten Weg.“

Imran sagte: „Mein Meister, ich bezeuge, dass es so ist, wie du beschrieben hast, doch es bleibt für mich noch ein Problem.“

Imam Ali Ridha (a.) antworte:

„Frage, was dir in den Sinn kommt.“

„Ich möchte dich nach dem Allweisen fragen, in welcher Sache ist Er? Gibt es etwas, das Ihn umfasst? Wandelt Er Sich von einer Sache in die andere? Oder hat Er ein Bedürfnis nach irgendetwas?“

Imam Ali Ridha (a.) sagte: „Ich will es dir mitteilen, Imran, und verstehe, worüber du gefragt hast, denn das gehört zu den mehrdeutigsten Dingen, über das die Geschöpfe reflektieren in ihren Fragen. Was die angeht, deren Verstand in Disharmonie ist und fern von Langmut sind, sie verstehen nicht. Diejenigen mit gerechtem Verstand sind zu Seinem Verständnis fähig. Was das Erste betrifft, wenn die Erschaffung dessen, was Er erschaffen hat, aus einem Bedürfnis danach geschah, dann ist es erlaubt zu sagen, dass Er Sich ändert gemäß dessen, was Er erschaffen hat wegen des Bedürfnisses danach, jedoch Er, mächtig und gewaltig ist Er, hat nichts aus Bedürfnis geschaffen, und Er ist immer stabil. Er ist nicht in einer Sache (drin) oder auf einer Sache, aber die Geschöpfe halten aneinander fest und gehen ineinander hinein und auseinander heraus.

Allah, gewaltig und heilig ist Er, hält all das mit Seiner Macht zusammen. Er geht nicht in eine Sache ein, noch geht Er daraus heraus. Ihr Schutz beschwert Ihn nicht, Er ist nicht unfähig, es festzuhalten, und niemand Seiner Geschöpfe weiß, wie, außer Allah, mächtig und gewaltig ist Er, Seine Gesandten, die Er darüber informiert hat, und die Leute Seines Geheimnisses, jene, die Seinen Befehl bewahren, und Seinen Wächtern, die Seine Scharia in Kraft setzen, und Sein Befehl ergeht wie das Augenblinzeln oder noch früher. Sobald Er etwas will, („spricht Er „Sei!“, und es ist“) kraft Seines Willens und Seines Bezweckens. Nichts ist Ihm näher als eine Sache, und nichts ist Ihm ferner als eine Sache. Hast du das verstanden, Imran?“

Imran sagte „Ja, mein Meister, ich habe verstanden, und ich bezeuge, dass Allah der Erhabene, so ist, wie du beschrieben hast, und ich bezeuge, dass Muhammad (s.) Sein berufener Diener ist in Rechtleitung und der Religion der Wahrheit.“

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