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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Amin-Daula-Arkade ist ein kunstvolles historisches
Kuppelgewölbe und Torbau im
Bazar von Kaschan.
Sie zählt zu den architektonischen Juwelen der späten Zeit
der
Qadscharen und verbindet auf beeindruckende Weise
ästhetische Schönheit, handwerkliche Raffinesse und städtische
Funktionalität.
Als Bauzeit wird gegen Ende des 19. Jh. n.Chr. (ca.
1860–1870er Jahre) angegeben. Bauherr war Amin al-Daula, ein
hochrangiger Beamter und Finanzminister unter
Nasruddin Schah.
In der Kuppelhalle (Charsooq) ist der zentrale Punkt der
Arkade. Es handelt sich um eine achtseitige, gewölbte Halle,
genannt Charsooq (چهارسوق = „Vier-Markt-Kreuzung“), wo sich
mehrere Gänge des Basars kreuzen. Die Kuppel ist berühmt für
ihre meisterhafte Ziegel- und Mosaikarbeit – mit komplexen
geometrischen Mustern, Lichtöffnungen (Oculi) und einem
ausgeklügelten Belüftungssystem. Die Halle dient sowohl als
architektonischer Höhepunkt als auch als funktionaler
Verkehrsknoten im
Bazar.
Das Zusammenspiel von Licht und Struktur ist besonders:
Tageslicht fällt durch die Öffnungen in der Kuppel und taucht
den Raum in ein lebendiges Lichtspiel. Die Arkade war Teil
eines größeren
Karawansereisystems im
Bazar und diente Händlern als Zwischenstation und
Marktplatz. Die Halle verband mehrere Abschnitte des
Bazar, darunter Textil-, Gewürz- und Teppichhändler.
Sie diente auch als sozialer Treffpunkt und Ort öffentlicher
Kommunikation.
Als Tourist betritt man die Halle durch enge Basargänge.
Plötzlich öffnet sich ein hoher, ornamentierter Raum mit einer
luftigen Kuppel, deren Ziegelmuster wie ein sich entfaltender
Sternenhimmel wirken. Licht strömt von oben herab, während das
bunte Treiben der Händler von den Wänden widerhallt. Ein Ort,
der so beschrieben wird, dass er Geschichte atmet und dennoch
voller Leben ist.
